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Freitag, 17. August 2012 Dietmar Nikolai Webel

4. Tag: Vater und Sohn grenzenlos

Regen und Sonne, Berg und Tal sind nur noch Erinnerungen, dazu die vielen Menschen und Gespräche sozusagen am Wegesrand. Es hat sich gelohnt, jeden Tag den geschwollenen Hintern wieder auf den Sattel zu setzen. Denn es war zu allererst eine Reise für sich selbst. Torsten und Sohn Lukas traten heute gemeinsam in die Pedale. Das war eine grenzenlose Freude für alle im Team. Darüber hinaus gab es zahlreiche Möglichkeiten, familienrechtliche Probleme in die Medien zu bringen. Und am Ende erreichten alle die Stadtgrenze von Berlin. Tatsächlich lässt die DDR-Mauer an manchen Stellen noch grüßen.

Mauern scheinen unüberwindlich zu sein. Sie grenzen ab und sie grenzen aus. Aber das Leben ist fließend und sucht sich immer wieder einen eigenen Weg und kann selbst die härtesten und bewachtesten Grenzen überwinden. Das geschieht, wenn man sich selber wieder in das fließende Leben hineinstellt. Dieses fällt allerdings den schmerzlich verletzten Vätern nicht leicht, wenn ihnen das Liebste genommen wird. Nicht jeder kann Filme produzieren, Musiktitel schreiben oder Radio machen. Aber jeder könnte trotz seines Schmerzes zur Demonstration kommen und die Solidarität der Anderen erfahren.     

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