Zum Film "Weil Du mir gehörst"

Julia Koschitz und Felix Klare in einem Familiendrama, in dem Konflikte nach der Scheidung zu einem Fall von Elternentfremdung eskalieren.

Als Paar sind sie gescheitert, doch als Eltern teilen sich Julia und Tom auch nach der Scheidung das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Anni. Doch von ihren noch immer schwer verletzten Gefühlen getrieben, beginnt Julia, Anni systematisch ihrem Vater zu entfremden.

Der Fernsehfilm „Weil du mir gehörst“ entfaltet die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten und führt mit psychologischem Gespür vor, wie eine Familie in Täter und Opfer einer Elternentfremdung zerfällt. 

Kampf ums Kind

Ein gutes Jahr nach ihrer Scheidung stehen Julia und Tom erneut vor Gericht. Das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter soll auf Julias Antrag hin neu entschieden werden. Bei der Befragung gerät die achtjährige Anni in Panik – sie möchte lieber tot sein als mit ihrem Vater zu tun zu haben. Was hat zu dieser vehementen Ablehnung geführt?

Schmerz und Verletzung

Ein Jahr zuvor sieht es noch anders aus. Bei der Scheidung ist vereinbart worden, dass Julia und Tom sich das Sorgerecht teilen. Alle scheinen gut damit zurechtzukommen. Jedes zweite Wochenende verbringt Anni bei ihrem Vater, den sie innig liebt.

Tom hat, anders als Julia, eine neue Partnerin. Mit Jenny und ihrer kleinen Tochter Mia versteht Anni sich, es wächst so etwas wie eine neue Familie zusammen. Dann allerdings hält Tom immer öfter seine Verabredungen nicht ein. Anni versteht nicht, was los ist. Ihre Mutter bietet ihr Erklärungen: Die Arbeit und die neue Familie brauchen die ganze Zeit ihres Vaters. Tom versteht genauso wenig, was los ist. Denn er steht immer wieder vor verschlossener Tür, wenn er Anni abholen will.

Von Julia hört er nur Vorwürfe: Ihn zu treffen, tue Anni nicht gut. Und war nicht er derjenige, der die Familie zerstört hat?

Voll Schmerz und Verletztheit versucht Julia, die Tochter möglichst eng an sich zu binden. Aber erst als sie sich einen Anwalt nimmt und mit allen Mitteln um die Aufhebung des gemeinsamen Sorgerechts kämpft, wird klar, dass sie Tom aus Annis Leben werfen will.

Damit setzt sie einen Prozess in Gang, der immer mehr eskaliert und Anni zunehmend verstört.

(Text: SWR)

Fiktion und Realität

Fiktion

Als Fernsehfilm „Weil du mir gehörst“ ist die Produktion eine Fiktion. Eine in ihrer Gesamtheit erfundene Geschichte und keine Dokumentation. Der Film erhebt keine Anklage, keinen erhobenen Zeigefinger.

Gerade deswegen ist er für ein breites Publikum geeignet. Er regt packend zum Nachdenken an.

Die Charaktere sind, unbesehen ihrer Handlungen, sympathisch. Anni, das Kind, sowieso. Tom, der Vater, in seiner Wut, die der Hilflosigkeit und Resignation weicht genau so wie die Mutter in ihrer Verletztheit. Die Oma mütterlicherseits, die bedingungs- und kritiklos ihre Tochter unterstützt, ihr Mann, der vermitteln und ausgleichen will, aber bedauernswürdig versagt. Nicht zuletzt die Oma väterlicherseits, die in bemitleidenswerter Weise, in einer Art Sippenhaft, auch ausgegrenzt wird.

Die Fiktion wird in den Rollen der mitfühlenden, den Vater unterstützenden Jugendamtsmitarbeiterin und dem, das wahre Kindeswohl schützenden, Richter deutlich. Diese gibt es, aber nicht als Prototypen, wie man im Film annehmen könnte.

Realität

Fälle wie in dieser Fiktion kennen wir alle. Weniger aber auch mehr dramatisch.

In der Realität sind zunehmend auch Mütter betroffen. Durch den Bericht über eine entfremdete Mutter stieß das Produktionsteam überhaupt auf das Thema.

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