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Freitag, 26. August 2011 Dietmar Nikolai Webel

Kaum Vater-Ersatz: Männer sind rar in Kindergärten

Erfurt (dpa) - Männliche Erzieher sind selten und begehrt. Kitas buhlen zunehmend um Absolventen. Doch der Beruf ist unattraktiv: Niedrige Gehälter und eilige Missbrauchs-Vorwürfe schrecken Männer ab.

Auf dem Bolzplatz ist Hendrik Gischkowski ein gefragter Mann. Fast jeden Tag rennt der 31-Jährige mit einer Hand voll Kindern einem grünen Ball hinterher, spielt Pässe, steht im Tor und erträgt ab und zu Niederlagen. Die Knirpse im Montessori-Kinderhaus Nohra bei Weimar lieben ihn dafür. Männliche Erzieher wie Gischkowski sind in Deutschland selten und begehrt. Bundesweit arbeiten 362 215 Erzieher in Kindergärten, darunter aber nur 10 745 Männer. Erzieher verdienen nicht viel und männliche Kollegen werden schnell verdächtigt, sexuelle Vorlieben für ihre Schützlinge zu haben. Das schreckt offenbar ab.

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