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Freitag, 26. August 2011 Der Tagesspiegel

Zu dritt allein

Jahrelang hat seine Exfrau verhindert, dass er und seine Tochter sich sehen. Gutachten wurden erstellt, Prozesskosten erstattet. Sozialarbeiter, Jugendamt und Gericht fanden keine Beweise für die Anschuldigungen der Frau gegen den Vater. Dennoch sind die Worte Vergewaltigung und sexueller Missbrauch mittlerweile das Einzige, was das Kind noch mit ihm in Verbindung bringt. Er sagt, er habe ihr Laufen beigebracht, Fahrradfahren und Schwimmen. Bevor er sich von ihrer Mutter getrennt habe, sei sie ein Papakind gewesen. Heute nennt sie ihn: „der Arsch“. Nun hat eine Familienrichterin den unheilvollen Verlauf der Ereignisse gebremst. Wer ab jetzt auch nur einmal verhindert, dass Vater und Tochter sich regelmäßig sehen, zahlt 25 000 Euro Strafe.

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