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Dienstag, 18. September 2018 Dipl.-Päd. Ulrich Severin

Zum Weltkindertag: Allen Kindern beide Eltern – hier und weltweit!

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. wünscht zum Weltkindertag weltweit „Allen Kindern beide Eltern!“. Den vielen Kindern die auf der Flucht ihre Eltern, Vater oder Mutter verloren haben; deren Eltern aus vielerlei Gründen von ihnen getrennt wurden oder sich von ihnen getrennt haben.

Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet und damit staatlich den hier lebenden Kindern zugesichert, dass sie nicht nur ihre Herkunft kennen, sondern auch mit ihren Eltern gemeinsam aufwachsen können. Umso unverständlicher ist die Regelung der Bundesregierung, eine Familienzusammenführung zu kontingentieren. Rechtlich und menschlich geboten wäre es stattdessen, eine Familienzusammenführung – vor allem im Interesse vieler minderjähriger Kinder – aktiv von Regierungsseite zu betreiben.

Aber auch in unserem wohlgeordneten Land vermissen Kinder Vater oder Mutter, wenn ihre Eltern nach Trennung und Scheidung um sie streiten. Umgangsbehinderung und Umgangsboykott schädigen Kinder sehr und wirken oft ein Leben lang. Kinder haben immer den Wunsch von guten Eltern versorgt zu werden, wollen keinen Elternstreit und möchten zu Vater und Mutter auch nach deren Trennung als Paar und nach juristischer Scheidung einen unbeschwerten und liebevollen Kontakt pflegen. Vielen Eltern gelingt es, ihren Kindern diesen Wunsch zu erfüllen. Ulrich Severin vom Bundesvorstand des Väteraufbruchs für Kinder e.V. fordert deshalb: „Trennungseltern die sich liebevoll um ihre Kinder kümmern, benötigen mehr gesellschaftliche Anerkennung und staatliche Unterstützung; beispielsweise im Steuerrecht.“

Immer mehr Trennungseltern betreuen und erziehen ihre Kinder gemeinsam in Doppelresidenz bzw. dem sogenannten Wechselmodell. Kooperative Elternschaft hilft ihren Kindern am besten mit ihren Problemen durch die Elterntrennung fertig zu werden. Die bleibende Liebe beider Eltern gibt ihnen – trotz Trennung – ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Für dieses kinderorientierte Betreuungsmodell fehlen aber noch viele rechtliche Rahmenregelungen in unserem Familienrecht; hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. fordert deshalb im Interesse der Kinder: Allen Kindern beide Eltern! – weltweit und auch hier bei uns in Deutschland.