< Vorheriger Artikel
Sonntag, 23. Dezember 2018

Weihnachtsgruß 2018

Es gibt keine Zukunft ohne Vergangenheit: Am Ende des Jahres geht unser Blick noch einmal zurück auf das Vergangene und wir denken auch an das, was vor uns liegt.   Für uns geht 2018 ein sehr bewegendes Jahr zu Ende. Der Schlusspunkt war unser 30-jähriges Jubiläum, welches wir im Dezember in Köln, auch in Anwesenheit einiger Mitglieder der ersten Stunde, feiern konnten. Werner Sauerborn, einer unserer „Gründungsväter“, schickte ein Grußwort. Schön, wenn eine Vereinsfamilie so lange hält.

Was in kleiner, engagierter Runde begann, wurde zu einer bundesweiten Organisation, welche Tag für Tag vielen Eltern hilft, für ihre Kinder auch nach einer Trennung Eltern sein und bleiben zu können. Dass der Verein kontinuierlich wächst, könnte ein gutes Zeichen sein, es zeigt aber leider nur, wie dringend wir auch 30 Jahre nach unserer Gründung noch immer gebraucht werden. Unsere Ziele und Grundsätze sind dabei auch heute noch sehr ähnlich: den Kindern beide Eltern, ein kooperatives Miteinander der Eltern und eine gesellschaftliche Stärkung der Rolle der Väter. All dies war aber nur dank Ihrer Mithilfe möglich.

Mit dem Elternkongress und dem Familienkongress haben wir auch dieses Jahr wieder programmatische Richtungen vorgegeben, die wir in unserem von der Bundesmitgliederversammlung beschlossenen Leitbild vereinbart hatten. Die Doppelresidenz und das Thema Eltern-Kind-Entfremdung sind weiterhin zwei wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit, die langsam auch Spuren in Politik und Fachwelt hinterlassen. Der Weg hin zu Veränderungen wird gerade im Bereich der Doppelresidenz immer deutlicher erkennbar.

Als der Väteraufbruch für Kinder vor vielen Jahren das Thema Doppelresidenz/Wechselmodell auf die familienrechtliche Tagesordnung setzte und von gemeinsam getrennt erziehenden Eltern sprach, wurden wir noch als Außenseiter und Fantasten wenig ernst genommen. Mittlerweile ist das Thema im Bundestag angekommen und die rund 13.000 Unterschriften unter unserer Petition zeigen, dass auch die Öffentlichkeit die Forderung nach einer rechtlichen Regelung unterstützt.

Noch nie seit der Gründung unseres Vereins war die familienpolitische Debatte um die Abschaffung des „Zweiklassen-Elternrechts“ in der Gesellschaft so aktiv wie zur Zeit. Nutzen wir diese Welle, zeigen wir, dass der Väteraufbruch seiner Zeit voraus ist, dass unser Familienbild das der Zukunft ist und dass wir schon heute über die Konzepte für morgen verfügen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken.

Aber auch die vielen anderen Aktivitäten von vielen lokalen Selbsthilfegruppen, Hotline, Seminaren, regionalen Fachveranstaltungen bis hin zu Vater-Kind-Unternehmungen, wie den Kanutouren und dem bundesweiten TreKi-Feriencamp tragen ebenso zur individuellen Hilfe wie auch zur gesellschaftlichen Veränderung bei.

Einerseits kann sich der Verein über steigende Mitgliederzahlen freuen; traurig sind nur die Anlässe, die Väter (und auch Mütter) dazu bewegen, in unserem Verein Rat, Hilfe und Unterstützung zu finden. Immerhin konnten wir durch unser Engagement vielen Betroffenen helfen. Dieser Beitrag ist wohl der wertvollsten, den wir Trennungskindern und ihren Familien geben konnten.

Der Väteraufbruch für Kinder lebt vom Engagement seiner Mitglieder, die ehrenamtlich ihre Freizeit opfern und sich für die Ziele des Vereins engagieren. Dafür wollen wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Aktiven im Verein bedanken, denn durch sie lebt dieser Verein. Auch den passiven Mitgliedern und Unterstützern, die mit ihren Beiträgen und Spenden die Arbeit der Aktiven unterstützen, sei herzlich gedankt. So schwer die persönliche Situation teilweise auch sein mag, der Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft gibt oftmals Halt und Unterstützung und vermittelt auch die eine oder andere gute Freundschaft. Darauf können wir alle miteinander auch stolz sein!

Wir wollen an dieser Stelle auch allen Mitgliedern Mut und Zuversicht aussprechen. So schwierig und düster es manchmal auch aussehen mag, so gibt es doch einen Lichtschein am Ende des Tunnels. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, die häufig gerade für getrennte Eltern sehr schwierig und emotional sein kann, sollten wir uns an die kleinen Freuden im Leben erinnern und den Blick eher nach vorne als zurück richten. Denn die Zukunft können wir für uns selbst positiv verändern und vielleicht, wenn uns diese Möglichkeit noch gegeben ist, auch für unsere Kinder. In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und für 2019 die Chance auf positive Veränderungen.

Wir werden unser Mögliches dazu beitragen und hoffen auch für unsere beabsichtigten Projekte auf Ihre aktive Unterstützung. Wem die aktive Mitarbeit nicht möglich ist, der kann unsere Arbeit auch durch eine Spende unterstützen (steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen werden ausgestellt) auf folgendes Konto:

          Sozialbank Hannover
          IBAN: DE49 2512 0510 0008 4436 00
          BIC: BFSWDE33HAN

Allen aktiven und passiven Unterstützern ein ganz herzliches Dankeschön und eine gute Weihnachtszeit

 

Der Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder e.V.

Angela Hoffmeyer, Dipl.-Päd.Ulrich Severin,
Markus Witt, Torsten Fabricius