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Donnerstag, 04. Juli 2019 Deutschlandfunk Kultur

Eine persönliche Spurensuche Wie Väter ihre Töchter prägen

Mein Vater hat mich sehr geprägt, sagt unsere Autorin Anke Schaefer. Sie fühlte sich geborgen, er unternahm viel mit ihr – der perfekte Vater. Eigentlich. Denn irgendwann wurde klar: So ideal wie sie dachte, war er nicht. Und das hatte Folgen.   Meine früheste Erinnerung. Ich sitze ich bei meinem Vater auf dem Arm. Er trägt seine braune Wildlederjacke. Dieser feine, leichte Lederduft... Vaterduft... Ich bin zwei Jahre alt. Wir sind hier rein gegangen, in dieses große Krankenhaus, jetzt stehen wir vor einer riesigen Scheibe. Auf der anderen Seite der Scheibe hebt eine Krankenschwester ein Kind hoch, uns entgegen. Meine Schwester. Wir freuen uns beide sehr. Das ist meine früheste Erinnerung. Dieses Sitzen auf dem Arm meines Vaters, dieses Geborgensein.

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