Freitag, 01. Februar 2019 Mampa-Verlag

Mütter und Väter fordern zeitgemäßes Familienrecht

Die Online-Mitzeichnung zur Bundestagspetition ist gestartet. Bereits zum Start die erfolgreichste Petition des Jahres mit über 13.000 Unterstützer*innen. Politik muss jahrzehntelange Versäumnisse endlich beseitigen.

Die Frau mit Kind zuhause am Herd, der Mann verdient das Geld. Dies ist noch immer die Sichtweise des deutschen Steuer- und Familienrechtes, obwohl sich die weitaus meisten Eltern bereits heute die Verantwortung in Beruf und Familie teilen. Hindernisse wie das Ehegattensplitting stehen einer gemeinsamen Elternverantwortung jedoch im Weg – von Anfang an und im Lebensverlauf. Noch schwieriger ist es nach einer Trennung der Eltern. „Unabhängig davon ob Eltern sich vorher gleichverantwortlich um Beruf und Familie gekümmert haben – auch das Familienrecht drängt sie nach einer Trennung in der Regel in Rollenmodelle aus dem vorherigen Jahrhundert zurück“ erklärt Cornelia Spachtholz, Sprecherin des Bündnisses doppelresidenz.org. So soll die Mutter plötzlich alleine die Last des Alleinerziehenden-Residenzmodells mit hohem Armutsrisiko tragen, während der Vater sich oftmals nicht mehr umfangreich um seine Kinder auch mit Alltagszeit kümmern darf, sondern zum Zahlvater wird. Dies geht an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern vorbei findet das Bündnis doppelresidenz.org. Es fordert ein neues Leitbild, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: dass Kinder zwei gleichberechtigte und gleichverantwortliche Eltern haben. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel und wollen ein Miteinander von Mutter und Vater als Eltern auch nach einer Trennung fördern, damit diese sich auf ihre weiterhin gemeinsame Aufgabe – mit Rechten und Pflichten, nämlich Eltern für ihr Kind zu sein, konzentrieren können und neben der öffentlichen Betreuungsinfrastruktur durch geteilte Elternschaft eine gute Work-Life-Balance- Unterstützung haben“ meint Spachtholz und ergänzt „Es gibt nur sehr wenige Gründe, weshalb das Recht unserer Kinder auf beide Eltern verwehrt sein dürfte. 

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