Da schlägt das Vaterherz

"Kein Herz kann lieben wie das Mutterherz". Diese reichlich schnulzige Zeile stammt aus einem im 18. Jahrhundert verfassten Gedicht des Arztes und Philologen Johann Heinrich Schulze und bringt ein Klischee auf den Punkt, das wohl in fast allen Kulturen zu finden ist: Frauen – und nur Frauen – sind biologisch quasi darauf programmiert, für ihr Neugeborenes vom ersten Moment an tiefe Gefühle zu empfinden. Männer dagegen spielen in diesem Zusammenhang emotional eher die zweite Geige – glaubte man.