Der heilige Ernstfall

Endlich ein paar ruhige Feiertage? Keineswegs. Patchworkfamilien bringt Weihnachten noch mehr Stress als sie ohnehin schon haben

Für Antonia Kirchenwitz und Tino Franke* ist das Weihnachtsfest diesmal ganz besonders heikel. Der Produktmanager und die Hausfrau aus Berlin haben seit neun Monaten ein gemeinsames Kind, Matti. Die Planung für die Feiertage müssen sie aber nicht nur auf ihn abstimmen: Antonia hat noch einen siebenjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, Tino eine sechsjährige Tochter mit seiner Exfreundin. Das bedeutet für alle Beteiligten vor allem eines: Stress. "Ich lebe manchmal wie ferngesteuert", klagt der 31-jährige Tino, der in einer Wohngemeinschaft lebt, aber mehrmals pro Woche zwischen seinen Kindern und deren Müttern hin- und herpendelt. "Eigentlich müsste ich mich dreiteilen."

 

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