Manchmal hat die deutsche Kanzlerin ein bemerkenswert schlechtes Gespür für Themen. Als die SPD-Familienministerin Anfang des Jahres eine reduzierte „Familienarbeitszeit“ für Väter ins Gespräch brachte, hielt Angela Merkel das offenkundig für Gedöns. Als „persönlichen Debattenbeitrag“ ließ sie den Vorschlag abkanzeln. Die Zeitungen sprachen schon vom „Fehlstart“ einer Koalition, die sich sonst beim Geldausgeben doch so einig schien.