Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Ehe hält, bis dass der Tod sie scheidet, ist nicht gerade hoch. 190 000 Paare lassen sich pro Jahr von irdischen deutschen Gerichten scheiden – Rachegelüste, Stress und Streit sind seit jeher die natürlichen Begleiter dieses juristischen Akts.
Seit der angeblichen Harmonisierung des Unterhaltsrechts im Jahr 2008 aber haben die Auseinandersetzungen eine neue Qualität – insbesondere bei Familien mit Kindern. Gezerre und Gezänk waren früher; jetzt wird attackiert und gefochten bis zum Sieg. Mit fiesen, oftmals boshaften, legalen oder auch illegalen Tricks versuchen sich die Kontrahenten im Scheidungskampf in die Vorhand zu bringen.