Zu wenig Zeit für die Familie: Plötzlich findet sich dieses scheinbar private Problem auf der Chefsachen-Liste der Familienministerin wieder. Auf dem Weg zu neuen Denkweisen ist das ein guter Schritt. Dass ein Umdenken nötig ist, zeigen gleich mehrere Entwicklungen, die mit dem "Mehr Zeit!"-Ruf auf einen Nenner gebracht werden: Der steigende Druck am Arbeitsplatz und der Trend zur ständigen Erreichbarkeit etwa. Oder das viel diskutierte Phänomen, dass inzwischen selbst Kinder Dauerstress ausgesetzt sind, wenn sie den Anforderungen der Gesellschaft gerecht werden wollen. Auch die Frage, wie die Väter in ihrer Familie trotz der Arbeit präsenter sein können als Väter-Generationen vor ihnen, ist noch nicht zufriedenstellend geklärt.