Allein in Tirol würden 3.000 Kinder dringend eine Therapie benötigen, aber nur für 75 pro Jahr werden die Kosten zur Gänze von der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) übernommen, erklärte Karl-Ernst Heidegger, Vorsitzender des Landesverbandes. "Die Kassen verabsäumen es, die volle Verantwortung für diese Kinder zu übernehmen", kritisierte auch die Psychologin Klaudia Wolf-Erharter. Wenn man den jungen Patienten zumindest zehn bis 15 Stunden Therapie ermöglichen könnte, wäre in den meisten Fällen schon viel getan. Derzeit sei es allerdings leider so, dass Eltern häufig bereits nach der dritten Sitzung die Behandlung abbrechen, weil sie die Kosten einfach nicht mehr tragen können, berichtete die Expertin. Die Kasse übernehme lediglich 21,80 Euro pro Stunde. Dieser Anteil sei seit 20 Jahren gleich hoch und entspreche mittlerweile nur mehr knapp einem Viertel der tatsächlichen Summe.
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