"In Deutschland werden jährlich über 200.000 Kinder durch Trennung und Scheidung von einem Elternteil getrennt. Aus der Trennung resultierende Konflikte führen oftmals dazu, dass Kinder den Kontakt zu einem Elternteil - nicht immer, aber in der überwiegenden Mehrzahl, zum Vater - vollständig verlieren.
Die FDP Hamburg setzt sich seit Jahren und im Einklang mit der Entschließung 2079 der parl. Versammlung des Europarats aus dem Jahr 2015 für das Recht der Kinder auf Betreuung durch beide Eltern ein.Wir fordern, dass im Streitfalle die beteiligten Professionen die sog. Doppelresidenz bevorzugt prüfen müssen, da diese den Interessen der betroffenen Kindern in Übereinstimmung mit dem Stand der Wissenschaft am ehesten gerecht wird.Die Politik des rot-grünen Senates krankt an vollständiger Unkenntnis über diese Zusammenhänge, wie Anfragen der Bürgerschaftsfraktion mehrfach unter Beweis gestellt haben.
Wir wünschen allen Trennungsvätern heute am internationalen Vatertag besonders viel Kraft und Zuversicht und auch etwas Trost über die oft schmerzliche Trennung von ihren Kindern."
Hintergrund:
Der internationale Vatertag wird in über 60 Ländern der Welt am 3. Sonntag im Juni gefeiert. Geehrt werden an diesem Tage alle Väter, Großväter, Ur-Großväter und väterliche Freunde für ihren Beitrag zur Familie im Allgemeinen und zur Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder und Kindeskinder im Speziellen.
Die Hamburger Praxis, ein Ausschuss, in dem die beteiligten Professionen in Hamburg sich regelmäßig austauschen, hat gerade erst begonnen, die Betreuungsregel durch beide Eltern aufzugreifen, nachdem diese Regelung in einigen Nachbarländern wie z.B. Belgien längst der gesetzliche Regelfall ist. Diese Entwicklung muss auch in Hamburg gefördert werden. Entsprechende Konflikte kommen in Deutschland leider mehr als 50.000 Mal im Jahr vor.