Nur wenige Meter rechts aus der Haustür befindet sich das Café meiner Wahl. Gelegen zwischen Thai-Restaurant und Retrochic-Möbelladen herrscht da eine für diese Gegend geradezu erwachsene Ruhe und Gelassenheit. Der Wirt, ein kleiner drahtiger Kerl, braut guten spanischen Kaffee in für eine Kleinstädterin wie mich ungekannten Variationen. Bei jedem Besuch probiere ich im Rahmen meiner Berliner Geschmeidigkeitsinitiative etwas anderes aus: Espresso, Americano, portugiesischen Galão, Cortado oder einen knallsüßen Bombón, einen starken Espresso mit Kondensmilch. In der Vitrine warten leckere Törtchen und Kekse, und auf einem Tisch liegen unzerfledderte Tageszeitungen und ein paar People-Magazine. Es gibt keine Kinderstühle oder Malbücher hier, und es liegt ein Zauber auf dieser Kaffeeschenke, der Menschen umfängt, die der Ruhe und Gelassenheit bedürfen.