Themenabend: "Doppelt hält besser! Paritätische Doppelresidenz - vom Modell zur Praxis" am 11.05.2012

mit Angela Hoffmeyer, Bundesvorstand Väteraufbruch für Kinder e.V. und Anton Pototschnig, Obmann der Plattform Doppelresidenz, Österreich

Termin:  Freitag, 11.05.2012, 19.00 – 22.00 Uhr
Ort:        Haus der Familie, AWO-Zentrum, Kronenstr. 15, 76133 Karlsruhe

Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander - als Mutter und Vater bleiben sie lebenslang in der Verantwortung. Denn für ihre Kinder gilt:

Kinder brauchen beide Eltern!

In Deutschland wird Familienleben wieder größer geschrieben: Die Bundesregierung propagiert eine „Familienzeitpolitik“, die Vätern und Müttern „Wahlfreiheit“ hinsichtlich der Ausgestaltung ihres Familien- und Erwerbslebens ermöglichen soll, u. a. durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und verbesserte Fremdbetreuungsangebote. Die paritätische Betreuung von Kindern durch ihre Eltern wird gefördert – allerdings nur solange diese zusammenleben. Nach Trennung und Scheidung ist es gängige Rechtspraxis, dass dem Kind bei einem Elternteil (in der Regel der Mutter) ein „Lebensmittelpunkt“ zugewiesen wird (Residenzmodell), während dem anderen Elternteil (in der Regel dem Vater) ein „Umgangsrecht“ gewährt wird, das sich üblicherweise auf die Hälfte der Wochenenden, Feiertage und Ferien beschränkt. Familienleben mit dem getrennt lebenden Elternteil wird auf einmal ganz klein geschrieben oder fällt ganz aus.

In Österreich und der Schweiz ist die Situation vergleichbar. In anderen Ländern wie Belgien, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden und Tschechien ist das sogenannte „Wechsel- oder Doppelresidenzmodell“ bereits im Gesetz verankert und gängige Praxis.

Als „Wechselmodell“ oder „(paritätische) Doppelresidenz“ bezeichnet man die anteilig (annähernd) gleichwertige Betreuung von Kindern durch deren getrennt lebende Eltern. Die paritätische Doppelresidenz erhält die Eltern-Kind-Beziehungen. Die Kinder können weiter Familienalltag mit Vater und Mutter leben. Beide Eltern können ihre Erziehungsverantwortung gleichermaßen und auf Augenhöhe wahrnehmen und die Entwicklung ihrer Kinder miterleben.

Wir wollen an diesem Abend über das Thema informieren und im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit Vertretern der Familienrechtsszene diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Teilnahme ist kostenlos, wir bitten um Anmeldung.

Kontakt:
Franzjörg Krieg (1. Vors.) / Tel: 01578 1900 339 / Mail: krieg@vafk-karlsruhe.de