Selbsthilfeangebote der Kreisvereine

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Beratungsziele und Angebote vor Ort

Grundanliegen und Fundament des Vereins ist die Beratung und Unterstützung hilfesuchender Eltern. Diese wichtige Arbeit wird vorwiegend durch unsere ehrenamtlichen Mitglieder geleistet.

Trennung und Scheidung bringt existentielle Ängste und mitunter heftige Emotionen mit sich. Mit unserer Erfahrung holen wir Eltern dort ab, wo sie sich im Trennungsprozess befinden – wir kennen dies zumeist aus eigener Erfahrung. Vorrangiges Ziel dabei ist es, den Kontakt des Kindes zu beiden Eltern zu erhalten und auf eine Deeskalation des Elternkonfliktes hinzuwirken.

Wir geben Hinweise für den Umgang mit Anwälten, Jugendamt, Beratungsstellen, Verfahrensbeiständen, Gutachtern und Familiengerichten. Hier stehen Eltern oftmals einer ihnen völlig fremden Welt gegenüber in einem Moment, in dem sie emotional bereits sehr belastet sind. Sorgerecht, Umgang, Unterhalt? Wir versuchen hier Orientierung zu geben, Ängste zu nehmen und Fehler zu vermeiden. Oftmals gehen Eltern in solchen Situationen mit völlig falschen oder unrealistischen Vorstellungen ins Trennungsgeschehen. Hier versuchen wir im Rahmen unserer ehrenamtlichen Möglichkeiten, einen realistischen Blick auf die Situation und vor allem auch auf die Situation der Kinder zu geben.

Ganz wichtig ist aber in erster Linie der Umgang mit dem anderen Elternteil, denn mit diesem wird man auf der Elternebene ein Leben lang verbunden bleiben. Die Institutionen können nur unterstützen. Jeder Elternteil aber kann seinen Teil dazu beitragen, sich so gut wie möglich auf die Bedürfnisse seiner Kinder einzustellen. Was nicht geht ist, den anderen Elternteil ändern zu wollen.

Welche konkreten Selbsthilfe- und Beratungsangebote von den jeweiligen Kreisvereinen angeboten werden können den Web-Seiten unserer Kreisvereine entnehmen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere ehrenamtliche Selbsthilfe- und Beratungsarbeit mit einer SPENDE unterstützen würden, damit wir auch weiterhin möglichst vielen Kindern BEIDE Eltern erhalten können.

Fundament sind ehrenamtlich engagierte Mitglieder

Der Väteraufbruch für Kinder hat sich in den letzten Jahren zunehmend in den Medien positiv präsentieren und mit der Fachwelt vernetzen können. Viele familienpolitische Entscheidungen gerade im Kontext von Sorge- und Umgangsrecht wurden durch uns beeinflusst oder es wurden Forderungen von uns aufgegriffen, wenn auch häufig erst auf Nachdruck durch Entscheidungen höherer und höchster Gerichte.

Bei allen Erfolgen der fachpolitisch aktiven Führungspersonen unserer Bundes- und Landesvereine ist jedoch fest zu halten, dass das Fundament der ehrenamtlichen Arbeit und aller Erfolge, auf dem Weg möglichst vielen Kindern beide Eltern dauerhaft zu erhalten, die Selbsthilfe und Beratungsarbeit unzähliger aktiver Mitglieder vor Ort ist.

Tätige Nächstenliebe und Solidarität gibt uns die Kraft, im tagtäglichen Einsatz von in der Regel selbst betroffenen Laien, gerade diejenigen Väter und Mütter aufzufangen und zu unterstützen, die nicht vom Glück gesegnet sind ihre Kinder bei deren Aufwachsen erleben und fördern zu können.

Trennung und Scheidung bringt existentielle Ängste und mitunter heftige Emotionen mit sich. Das Erleben seine eigenen Kinder nicht oder nur zu streng limitierten festgelegten Zeiten (Umgang!) sehen und kontaktieren zu dürfen schlägt tiefe seelische Wunden. Wunden, die teils jahrelang nicht heilen können, weil ihre Ursachen - der drohende oder tatsächliche - Kontaktverlust zu den eigenen Kindern nichts ist, an das ein liebender Vater oder eine liebende Mutter sich jemals "gewöhnen" kann oder will.

Chronische Belastungsstörungen, Wut, Verzweiflung und seelische wie körperliche Krankheit oder berufliche Rückschläge bis hin zur Verarmung sind häufige Folgen von Trennung und Scheidung.

Eine vielfach gemachte Erfahrung von Trennungseltern, gerade von jenen die ihre Kinder nicht regelmässig sehen, ist der Rückzug von Freunden und Verwandten. Das Umfelld dieser Menschen zieht sich nicht etwa aus Gleichgültigkeit zurück, sondern schlichtweg weil die gemeinsame Erfahrungsbasis fehlt, weil für nicht selbst betroffene Menschen das Verständnis dafür fehlt, dass man in steten Wiederholungsschleifen versucht das Unfassbare zu artikulieren und doch nicht verstehen kann, warum das gerade einem selbst passiert. Man hatte doch geliebt, einen ganz anderen Lebensplan, wollte doch nur Vater oder Mutter sein und seinen Kindern ein liebender sorgender Elternteil.

Die etablierten Beratungsstrukturen sind weitgehend an althergebrachten Rollenmodellen und der Unterstützung alleinerziehender Elternteile ausgerichtet. Die Lösungsorientierte Arbeit mit Trennungsfamilien, die eine Transition der Familie zu einem funktionierenden gemeinsam-getrennt erziehenden Elternteam zum Ziel hat ist weitgehend in Jugendämtern und Beratungsstellen entweder noch nicht als Notwendigkeit erkannt, oder es fehlen fachliche Konzepte mit hochzerstrittenen Eltern zu arbeiten und sie wieder auf Augenhöhe zu positionieren.

Viele getrennte Elternteile, meist Väter, die den Weg zum Väteraufbruch für Kinder finden, erleben zum ersten mal ein Gefühl des 'verstanden werdens' und des 'angenommen werdens'.

Auf dieser Basis erarbeiten wir mit den betroffenen Eltern gemeinsam Lösungswege und Kommunikatonsstrategien, die helfen die eigenen Anteile am elterlichen Streit zu erkennen und in konstruktive Bahnen zu lenken. In jenen Fällen, in denen ein Elternteil sich der Komunikation oder der Kooperation erweigert, erarbeiten wir Strategien sich bei den Fachprofessionen gut zu positionieren und mit diesen gemeinsam an Wegen zu arbeiten, den anderen Elternteil notfalls mit Nachdruck ins Elternteam zurück zu holen.

Der Väteraufbruch für Kinder arbeitet seit vielen Jahren daran seine ehrenamtlch in der Selbsthilfe ativen Mitglieder fachlich und mental bei dieser schwierigen Arbeit zu unterstützen. Leider gibt es bisher nur vergleichsweise wenig Akzeptanz bei den familialen Professionen, insbesondee bei staatlichen Stellen, für die Wichtigkeit dieser Aufgaben. Wir erhalten bis auf wenige Ausnahmen keine Fördergelder und finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Glücklicherweise werden in den letzten Jahren zunehmend Vorbehalte zumindest bei jenen Fachleuten abgebaut, die uns durch unsere Kongresse oder teilweise auch durch die lokale Arbeit näher kennen lernen. Erste Kooperationen mit Selbsthilfezentren, Jugendämtern und Beratungsstellen helfen betroffene ELtern frühzeitiger zu uns zu führen und den fachlichen Austausch mit professionellen Kräften anzuschieben.

Die nächsten Herausforderungen für unsere ehrenamtliche Selbsthilfearbeit werden Themen wie Fortbildung und Supervision betreffen, sowie die Gründung weiterer Selbsthilfegruppen und die Beschäftigung von ausgebildeten Fachkräften.

Unterstützen Sie unsere Arbeit indem Sie hier Spenden oder machen Sie mit! Wir brauchen Sie!