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Rezension: Staatlich erzeugte Halbwaisen

"Staatlich erzeugte Halbwaisen" heißt das Buch von Ralf Hutter, hochaktuell, 160 Seiten, die alle Mißstände der Familienpolitik aufdecken und alle im selben Unglück münden: der staatlich betriebenen Zerstörung der Familie. Ist es wirklich so schlimm? Ja, will nur keiner wissen! Vielleicht liest du es nicht, weil es dir auf den Keks geht, vielleicht meinst du, geht dich nichts an, schön wärs. Wirklich, wir wünschen keinem derart aus dem Leben geworfen zu werden. 

Aber jährlich gibt es über 200.000 Trennungen und Scheidungen, die Statistik für betroffene Kinder, die zur Vaterlosigkeit verurteilt 

werden, viel seltener Mutterlosigkeit, ist beunruhigend widersprüchlich und reicht von 20 bis mindestens 50% - ein klares Indiz für offizielle Schönrechnerei. Der Autor spricht von einem der größten Justizskandale dieser Republik - in Anbetracht der Größe der Zahl dürfen wir getrost vom größten und längstdauernden Justizskandal sprechen. Zumal Opfer die wehrlosesten unserer Gesellschaft sind, die Kinder.

Sachlich und mit Kenntnis vieler Details deckt Hutter die Mißstände auf, deren Verantwortlichkeit meistens auf Seiten der amtlichen Beteiligten liegt, bis hin zum Opportunismus oder gar Böswilligkeit der Kindsbesitzer/innen. Dabei liegt sein Augenmerk nicht ohne Grund auf dem Gebaren der Jugendämter und Familiengerichte, denn es existiert eine monströse Ignoranz bezüglich der Bedeutung individueller und politischer Verantwortung, welche einerseits von individuellen Schuldgefühlen verursacht wird, aber dann von einer infamen Staatsräson kolportiert und mißbraucht wird. Darin sind die Medien groß, sie kolportieren den Narrativ der persönlichen Schuld. Nein, der Staat ist schuld!

Die ewige Wahrheit des Kindschaftsrechts - allein dieses Wortungetüm ist kinderfeindlich - ist nicht zunehmende Demokratisierung und Modernisierung sondern eine Verschleppung der Umsetzung von Art. 6 GG. Die Diskriminierung von Vätern bedeutet eigentlich Diskriminierung von Kindern, und das hält bis heute an, trotz Artikel 6 Grundgesetz, dank repressiver Interpretation durch die Gerichte, deren Entscheidungen in diesem Buch vielfach zitiert und erklärt werden. Die unehelichen Väter und Kinder werden immer benachteiligt, bis heute. Eine andere Kontinuität ist, damit zusammenhängend, daß Gesetzgebung und Rechtsprechung immer eher Ausdruck der historisch herrschenden Moral waren anstatt das Grundgesetz umzusetzen. 

Der Vorteil eines gut geschriebenen Buches gegenüber einer Flut von Betroffenenberichten aus dem Internet ist die gelungene Ordnung in einem Wissensbereich, der eigentlich von Betroffenheitschaos geprägt ist, von Angst um die Zukunft, von Angst um die Kinder, von Liebe zu den Kindern. Die seelische Not der Menschen in solchen Familienkatastrophen wird in vielen zitierten Stellungnahmen deutlich, um doch immer auf den Verantwortlichen dieser Katastrophen hinzuweisen, den Staat, die Gerichte, die Jugendämter. Von der Narrenfreiheit der Jugendämter ist die Rede, vom Bildungsnotstand der professionellen Familienzerstörer, von mangelnder familienrichterlicher Ausbildung. Nach der "Kindschaftsrechtsreform" von 1998 brauchte es (abgesehen von dem Wortungetüm) 24 Jahre, bis 2022 ein neues Gesetz verlangte, daß Familienrichterinnen über nachweisbare Kenntnisse im Familienrecht verfügen müssen. Was denn sonst? Wieso erst jetzt? Gilt das auch für die alten Schachteln, die kurz vor der Rente stehen?

Oh, es ist noch schlimmer, die Jugendämter beschäftigen Frauen, die im dreijährigen Crashkurs die Inobhutnahme von Kindern erlernen, die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Jugendamt ermangelt ebenso wie bei den Richterinnen und den Gutachtern pädagogischer und psychologischer Qualifikation. "Oft werden unwissenschaftliche 'Laientheorien' gutachterlichen Stellungnahmen zugrunde gelegt, die außerhalb der wissenschaftlichen Psychologie anzusiedeln sind." Also total unprofessionell, die Jugendämter sind "Teil des Problems statt Teil der Lösung", hieß es 2019 im Bundestag, und die besondere rechtliche Stellung der Jugendämter ohne Fachaufsicht und bei Gericht mit maximaler Beteiligung beim Verfahren, aber ohne Zeugenstatus und damit nicht belangbar für Falschaussagen, macht diese Institution zur Farce. Ob Handwerker oder Akademiker oder Geschäftsmann, alle müssen sich im Fall einer Trennung den ungebildeten oder schlecht ausgebildeten "Expertinnen" des Jugendamtes beugen, die das Prädikat "hochstrittig" auf jeden ihrer Fälle stempeln, aber dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.

Welche Perspektive bietet sich in Anbetracht dieses größten Justizskandals, an den sich die Gesellschaft und alle Freunde und Bekannten und auch die Familie so sehr gewöhnt hat? Ist das die totale Ignoranz? Ultimative Angst? Daß auch die geheimsten, privatesten Bereiche zerbrechen? Der Autor Ralf Hutter schließt sein Buch mit der Aufforderung, "was wir tun können: die Kinder nicht dem Staat überlassen!"

Praxisratgeber Wechselmodell

Wie Getrennterziehen im Alltag funktioniert

Wechselmodell (D), Doppelresidenz (A), Alternierender Obhut (CH) nennt man ein Konzept des Getrennterziehens nach Trennung/Scheidung, bei dem beide Eltern ihre Kinder ungefähr zu gleichen Teilen abwechselnd betreuen und so im Alltag des Kindes weiterhin eine tragende Rolle spielen. Statt Aufteilung in einen Alleinerziehenden und einen Besuchselternteil, bleiben Mutter und Vater gleichberechtigt und -verpflichtet in ihrer elterlichen Verantwortung und somit den Kindern als enge Bezugspersonen erhalten. Von diesem Betreuungsmodell können Kinder, Mütter und Väter profitieren. 

Was in Skandinavien längst der Normalfall ist und in vielen Ländern sogar gesetzliches Leitbild, wird auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer häufiger gelebt und gerichtlich angeordnet. 

Wenn getrennt erziehende Eltern sich für ein Betreuungsmodell entscheiden wollen, haben sie Fragen nach den psychologischen Folgen für ihre Kinder, zu den Vor- und Nachteilen der Betreuungsmodelle, den Voraussetzungen und Grenzen des Möglichen, den rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch viele praktische Fragen: Wie soll das in unserem Alltag funktionieren? 

Der Zauber guter Gespräche

Kommunikation mit Kindern, die Nähe schafft

Spricht Ihr Kind auch in Ein-Wort-Sätzen? Antwortet mit »gut« auf Ihre Frage, wie es in der Schule war, aber mehr kommt nicht? Das könnte sich mit diesem Buch ändern. Die Psychologin Ulrike Döpfner hat 100 überraschende Fragen zusammengestellt, mit denen sich lebhafte und intensive Gespräche mit Kindern entwickeln lassen. Sie stellt zahlreiche Kommunikationstechniken für bedürfnisorientiertes Zuhören und Reden vor. Anschaulich erklärt sie, wie Sie Sorgen, Ängste und Glücklichsein von Kindern im Alter zwischen 4 und 12 Jahren erfragen und erkennen können. Wissenswertes zu gelingender Kommunikation und Extrakapitel für Großeltern und getrennt lebende Eltern ergänzen dieses Buch.

https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/buecher/produkt_produktdetails/41437-der_zauber_guter_gespraeche.html

Trennung mit Kindern - was nun?

Wenn Eltern sich trennen: Was ist das Beste für das Kind?

Wie können Eltern Schwierigkeiten erkennen und angehen? Der Ratgeber „Trennung mit Kindern - was nun?“ gibt Eltern die Werkzeuge an die Hand, damit ihre Kinder keinen Schaden nehmen. Das Buch gibt Antworten auf wichtige Fragen:

Dieses Buch richtet sich an Eltern, die sich trennen oder trennen wollen, Bezugspersonen der Kinder (Großeltern, Paten), Fachleute und Mediatoren in der Zusammenarbeit mit betroffenen Eltern.
 

Klappentext:

Die Autorin zeigt klar und verständlich, was Sie als Eltern ganz konkret tun können, damit sich die Kinder nach der Trennung gesund und schadlos weiterentwickeln. Sie liefert praktische Erziehungs- und Verhaltensratschläge, die die Anpassung des Kindes an die neue Situation nach der Trennung nachweislich und nachhaltig erleichtern.

Dazu liefert der Ratgeber wertvolle Tipps und Tricks, unter anderem zu den Themen:

  • Das Ausfragen der Kinder
  • Das Bedürfnis, den Kindern die eigene Wahrheit zu sagen
  • Wenn das Kind glaubt, dass die Eltern wieder zusammenkommen
  • wenn das Kind Ihre neue Partnerschaft ablehnt

Außerdem werden Eltern mit den wichtigsten Rechtsbegriffen wie Sorgerecht und Obhut vertraut gemacht. Sie werden verstehen, welche Bedingungen an die verschiedenen Betreuungsmodelle geknüpft sind.
 

Pressestimmen:

„Sehr hilfreich sind die Anregungen für eine wertschätzende Kommunikation und für den Umgang mit eigenen Emotionen. Hier werden Eltern einerseits Informationen gegeben andererseits wird auch eine Haltung vermittelt, die im Kontakt mit jedem Kind Basis sein sollte – nämlich ihm auf Augenhöhe gegenüber zu treten."
Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin RAINBOWS-Österreich in socialnet Rezensionen, www.socialnet.de

„Ein wirklich praxisnahes und hilfreiches Buch"
Christina Rinkl, auf https://getrenntmitkind.de

https://www.hogrefe.de/shop/trennung-mit-kindern-was-nun-88790.html

Vorstellung weiterer interessanter Literatur

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