Chronologie der Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ – wie politisch darf eine wissenschaftliche Studie sein?

Die Studie Kindeswohl und Umgangsrecht ist seit Jahren überfällig. Seit Beginn steht sie unter massiver Kritik und dem Verdacht politischer Einflussnahme. Was kann man von dieser Studie erwarten? Warum wird die Arbeit der Wissenschaftler politisch verschleiert und verzögert? Ein Versuch der Aufarbeitung.

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Bis das Kind zerrieben ist - VAfK-Auswertung zur Umfrage "Verfahrensdauer bei Sorge- und Umgangsrecht"

Verfahren im Sorge- und Umgangsrecht dauern häufig dreimal solange, wie vor der Reform 2008. Häufig so lange, bis das Kind zerrieben ist. So lautet auch der Titel unserer Auswertung der Umfrage zur Verfahrensdauer. Es stellt eine der qualitativ umfangreichsten Auswertungen kindschaftsrechtlicher Verfahren dar, die bisher in Deutschland erstellt wurden.

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Beteiligung

Freitag, 27. November 2020

Das Familiendrama „Weil Du mir gehörst“ gewinnt den Zuschauerpreis des Deutschen Fernsehfestivals

Der Zuschauerpreis des Fernsehfilmfestivals der „Deutschen Akademie der Darstellenden Künste“ geht 2020 an „Weil du mir gehörst“. Ein Fernsehfilm, der den emotionalen Missbrauch eines Kindes und das Drama der Eltern-Kind-Entfremdung nach einer Trennung der Eltern thematisiert.[mehr]


Film-Tipp

aktuelle Meldungen

So sehr Corona auch unser Leben verändert hat, einige Themen sind geblieben. Wie gehen Eltern nach einer Trennung miteinander und mit ihren Kindern um. Diese Fragen bewegen seit Jahrzehnten Fachprofessionen und Eltern...[mehr]

Sonntag, 07. März 2021 fr.de

Care-Gap: Männer, kämpft um eure Rechte!

Die Corona-Krise verstärkt, was vorher da war: die Ausgrenzung von Männern bei der Sorge- und Hausarbeit.[mehr]

Gemeinsam mit dem Landkreis Neu-Ulm, dem Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie und dem Väter-Experten Volker Baisch blickt die Hochschule Neu-Ulm (HNU) am 9. März 2021 von 16 bis 17:30 Uhr in einem kostenfreien Web-Seminar...[mehr]

Freitag, 05. März 2021 spiegel.de

Umstrittene Trennungskinderstudie vorerst gestoppt

Seit Jahren warten Verbände und Politiker auf Ergebnisse einer Studie zu Trennungskindern. Nach SPIEGEL-Informationen muss die Arbeit an dem Projekt nun aus Datenschutzgründen unterbrochen werden.[mehr]

Donnerstag, 04. März 2021 anwalt.de

Wann kommt ein Wechselmodell in Betracht?

Das Wechselmodell wird nicht nur unter Fachleuten, sondern besonders zwischen vielen Eltern mittlerweile diskutiert. Besonders, wenn die Betreuungszeiten zu gleichen Teilen aufgeteilt werden, bestehen Unsicherheiten hinsichtlich...[mehr]

Veranstaltungen

Mittwoch, 27. Mai 2020 WDR

Kampf ums Kind – Trennung und ihre Folgen

Wenn die Liebe aus ist und sich Eltern trennen, muss auch geregelt werden, wie die gemeinsamen Kinder in Zukunft leben und betreut werden sollen. Die meisten Mütter und Väter erziehen die Kinder weiterhin gemeinsam. Aber bei...[mehr]

Montag, 07. Dezember 2020 VAfK Hamburg

Deine Willkür - Meine Bürde

Lesung aus dem Roman ,,Deine Willkür – Meine Bürde" von Lieselotte Kamper organisiert vom Landesverband Hamburg des Väteraufbruchs für Kinder e. V. als Videokonferenz [mehr]

bundesweite Demo in Berlin

Von 2001 bis 2012 organisierte der Bundesverein Demos in Berlin. Auf dem Bild machen die Demonstranten einen Zwischenstopp auf der Treppe am Gendarmenmarkt und warten auf die Abschlusskundgebung.

Pressemitteilungen

Montag, 08. Februar 2021 VAfK-Pressemitteilung

Bundesfamilienministerium plant Beweisvernichtung zur Kindeswohlstudie

FAZ und Spiegel berichteten über den Verdacht massiver Manipulation rund um die Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ seitens des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ). Doch selbst dies scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein....[mehr]

Wenn Eltern nach einer Trennung um die Kinder streiten, soll es vor Gericht zügig gehen. Der Verein Väteraufbruch für Kinder e.V. hat jetzt erstmals in Deutschland detaillierte Daten zur Verfahrensdauer erhoben und ausgewertet....[mehr]

Die Europäische Union fordert von den Mitgliedsstaaten ein eigenständiges Recht auf Vaterschaftsurlaub. Das Bundesfamilienministerium lehnt dies mit fragwürdigen Ausreden ab und riskiert ein langwieriges...[mehr]

Vatertags-Kanu-Tour 2018 des Kreisvereins Frankfurt/M.
Übergabe der Petition Doppelresidenz mit den ersten 12.000 Unterschriften.
Plenum beim Elternkongress 2018 in Karlsruhe

Aus dem Verein

Donnerstag, 26. November 2020 Väteraufbruch Hamburg

Mahnwache in Hamburg

Am 04. Dezember 2020 wird der Hamburger Landesverband vom Väteraufbruch für Kinder e.V. vor dem Landgericht Hamburg, am Sievekingplatz 1, eine Mahnwache abhalten.[mehr]

Dienstag, 18. August 2020 Christian Peters

Väteraufbruch auf dem Familientag in Hamburg

Am 29. August 2020 wird der Hamburger Familientag stattfinden. Im Netz und auch hier und da in Hamburg an bestimmten Orten. Der Väteraufbruch für Kinder Hamburg ist daran aktiv beteiligt.[mehr]

Persönlicher Nachbericht zur Veranstaltung in Hamburg, die unter einem politischen Schwerpunkt stand und gemeinsam vom VAfK, ISUV Hamburg und Papa-Mama-Auch umgesetzt wurde. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Orga-Team in...[mehr]

Inhaltliche Positionen des Väteraufbruch für Kinder e.V.

offizielle Beschlüsse der Bundesmitgliederversammlung zur inhaltlichen Ausrichtung der Vereinsarbeit

Ziel des Väteraufbruchs für Kinder e.V. ist es, das Aufwachsen von Kindern in ihren Familien durch ein verstärktes Engagement ihrer Väter und durch kooperative Elternschaft, insbesondere nach Trennung und Scheidung, nachhaltig zu verbessern.

Der VAfK versteht sich als Verein für Kinderrechte, als Familien- und Elternverband und als Organisation, die eine fürsorgende und liebevolle Beziehung beider Eltern zu ihren Kindern stärkt sowie für die Gleichstellung von Müttern und Vätern eintritt.

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Elternverantwortung hat Vorrang!

Mit der Entwicklung neuer Grundsätze hat der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) das neuste Urteil des EGMR aufgegriffen. Stärker als bisher sollen Gesellschaft und Politik die Bindungen zwischen Kindern und ihren Eltern als Grundlagen des sozialen Zusammenhalts der Familien herstellen, fördern und schützen.

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Der Väteraufbruch für Kinder e.V. tritt dafür ein, dass die Rechte der Kinder auf ein liebevolles, ihre Entwicklung förderndes Familienleben staatlich/gesellschaftlich geschützt und durchgesetzt werden. Dazu ist zunächst ein Familienrecht erforderlich, das kooperatives Familienleben von Anfang an fördert und Väter und Mütter bei der Erfüllung ihrer gemeinsamen Sorgepflicht unterstützt. Um dies zu erreichen, braucht es mehr als nur kleiner Änderungen: es ist eine grundlegende Reform des aktuellen Familienrechtes und der notwendigen Begleitgesetze dringend erforderlich.

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Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGMR) vom 3.12.2009 im Fall Zaunegger müssen auch in Deutschland Väter, die mit der Mutter ihres gemeinsamen Kindes nicht verheiratet sind, einen Zugang zur gemeinsamen elterlichen Sorge erhalten, der unabhängig von der mütterlichen Zustimmung ist. Der Väteraufbruch für Kinder e.V. empfiehlt als Lösung die gemeinsame Sorge ab Vaterschaftsanerkennung, möglichst ab Geburt als Regelfall auch für alle nicht miteinander verheiratete Eltern. In einigen wenigen Ausnahmefällen, die gesetzlich genau zu bestimmen sind, mag diese Regel ausgesetzt sein. Notwendiger Teil dieser Lösung ist, dass die Vaterschaftsanerkennung ohne die Zustimmung der Mutter oder Dritter wirksam werden soll, aber begleitet werden muss von einer eidesstattlichen Erklärung des Anerkennenden, der Mutter in der Empfängniszeit beigewohnt zu haben. Darüber hinaus hat der Anerkennende vorab in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung nach BGB § 1598a einzuwilligen. Eine genetische Abstammungsuntersuchung kann unterbleiben, wenn die Mutter die Erklärung des Vaters bestätigt.

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In Deutschland ist inzwischen jedes dritte Kind von der Trennung seiner Eltern betroffen. Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander – als Vater und Mutter bleiben sie zusammen in der Verantwortung. Nach Trennung und Scheidung wird jedoch häufig wieder auf ein tradiertes Betreuungsmodell zurückgegriffen: Die Mutter kümmert sich um die Betreuung der Kinder, der Vater um die materielle Versorgung.

Kinder brauchen beide Eltern für eine förderliche Entwicklung. Das Betreuungsmodell der Paritätischen Doppelresidenz ermöglicht paritätische Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung und gewährleistet somit die Aufrechterhaltung und Förderung der Beziehung des Kindes zu seinen beiden Elternteilen. Dies entspricht den Vorgaben des Grundgesetzes und der UN-Kinderrechtskonvention.

Während das „Residenzmodell“ einen „Lebensmittelpunkt“ des Kindes bei einem „Hauptaufenthalts-Elternteil“ und „Umgangszeiten“ beim anderen, getrennt lebenden „Besuchs-Elternteil“ festlegt, bedeutet die Paritätische Doppelresidenz die gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden bzw. geschiedenen Eltern.

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Allen Kindern beide Eltern von Anfang an – Gesellschaftliche Gleichstellung von Vater und Mutter ab Vaterschaftsanerkennung

Kinder nicht verheirateter Eltern, die keine Sorgeerklärung vor der Geburt ihres Kindes abgegeben haben sind rechtlich erheblich dadurch benachteiligt, dass sie nur einen sorgeberechtigten Elternteil haben. Es ist im Interesse der Kinder, dass beide Eltern ab der Geburt das gemeinsame Sorgerecht haben. Unser Grundgesetz sieht nicht vor, dass Eltern in Abhängigkeit vom Personenstand (weil verheiratet) in eine betreuende, sorgeberechtigte Mutter und umgangsberechtigten Vater geteilt werden. Vielmehr ist es die Pflicht beider Eltern ihr Kind zu versorgen, zu betreuen und zu erziehen.

Unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes muss sich die Familie neu „organisieren“. Sind die Väter noch bei der Geburt dabei, so bleibt die Mutter oft wenige Tage nach der Entbindung mit dem Kind alleine zu Hause während der Vater arbeitet. Sinnvoll wäre hier eine mehrwöchige gemeinsame Familienfindungsphase in der auch der Vater gesetzlich von der Arbeit freigestellt wird (Elternschutzgesetz).

Die gemeinsame elterliche Sorge soll begründet werden, wenn „die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht“ (§1626a BGB). Zur Auflösung der gemeinsamen Sorge gem. §1671 (2) BGB ist es dann aber ausreichend, wenn eine Einzelsorge dem Kindeswohl „am besten entspricht“. Dies führt regelmäßig dazu, dass Eltern in einen Wettbewerb getrieben werden, wer „der beste“ Elternteil für ein Kind ist. Dies fördert Streit, – Streit der vor allem die Kinder belastet und in der Folge einen Elternteil zumeist unnötig der elterlichen Sorge enthebt. Ausschließlich Kindeswohlgefährdung soll die Aberkennung der gemeinsamen elterlichen Sorge rechtfertigen.

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Kinder benötigen neben elterlicher Zuwendung und Unterstützung auch finanzielle Mittel, um ihr Leben und ihre Entwicklung gestalten zu können. In intakten Familien werden diese Mittel gemeinsam von beiden Eltern aus dem gemeinsamen Haushaltseinkommen aufgebracht.

Nach einer Trennung der Eltern stellt sich die Frage, wie der Kindesunterhalt zukünftig geregelt werden soll. Der übliche Weg ist bisher, dass ein elterlicher Haushalt (in der Regel der Mutter) „Betreuungsleistungen“ aufbringt, während in der Regel der väterliche Haushalt für die Finanzierung der Kinder sorgt. Dies ist dem historischen Rollenverständnis geschuldet, dass die Kinderbetreuung Aufgabe der Frau, die finanzielle Versorgung Aufgabe des Mannes sei. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat diese Rollenverteilung vollkommen zu Recht als „ein völlig überholtes Familienmodell“ bezeichnet (Tagesspiegel vom 07.01.2015).

Dies ist jedoch weder gesellschaftlich gewollt, noch der Entwicklung der Kinder förderlich. Die gemeinsame Verantwortung beider Eltern, wie sie bereits in Art. 3 GG festgeschrieben ist, besteht auch nach einer Trennung der Eltern fort und sollte entsprechend ermöglicht und gefördert werden.

Moderne Eltern haben diese „klassische“ Rollenverteilung schon lange aufgebrochen und kümmern sich partnerschaftlich um Familien- und Erwerbsarbeit. Nach einer Trennung auf der Paarebene wollen Väter nicht in die Rolle des Allein-Ernährers gedrängt werden, sondern weiterhin die bisher praktizierte gemeinsame Betreuungs- und Erziehungsverantwortung für ihre Kinder, „auf Augenhöhe“ mit der Mutter, wahrnehmen. In der modernen Nachtrennungsfamilie sollte es keine „Allein-Erziehenden“ mehr geben.

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