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ausführliche Diskussion zum Filmthema in einer ausgewogenen Expertenrunde

Wichtige Informationen zur Eltern-Kind-Entfremdung

Viele Mitglieder des Vereins - darunter auch eine zunehmende Zahl von Müttern in der selben Situation - sind von diesem Thema betroffen und daher beschäftigt sich der Verein seit vielen Jahren mit dieser Problematik. Hier geht es weniger um die Situation der getrennten Elternteile, sondern in erster Linie um die Kinder, die dieser Situation hilflos ausgesetzt sind. In der Praxis gibt es auch oft nicht nur schwarz und weiß, also nur den "schuldigen" Entfremder und das "arme" Opfer. Nicht selten leisten beide Eltern durch unangemessenes Verhalten ihren Anteil daran; auch nicht immer mit Vorsatz. Problematisch bleibt vor allem, dass die beteiligten Professionen zu oft mangels Qualifikation, Interesse oder Lösungsbereitschaft nicht frühzeitig eingreifen. 

Hier finden Sie weitergehende Infos zum Thema:

"Weil Du mir gehörst" behandelt die gezielte Eltern-Kind-Entfremdung. Eine Mutter will den Ex aus dem Leben der gemeinsamen Tochter werfen. Ein sehenswerter Film zu einem brisanten Thema.[mehr]

neue Pressemitteilungen

Mittwoch, 29. Januar 2020 VAfK-Pressemitteilung

Warum Kinder einen geliebten Elternteil ablehnen müssen

Eltern Kind-Entfremdung wird als Missbrauch am Kind häufig ignoriert. Der ARD-Spielfilm „Weil Du mir gehörst“ rückt dieses Phänomen zur Prime-Time ins Bewusstsein der Menschen. Es braucht vor allem mehr Zivilcourage um Kinder zu...[mehr]

Freitag, 22. November 2019 VAfK-Pressemitteilung

VAfK Weihnachtsaktion: Weihnachtsgeschenke an den Familienrichter

In keinem Land Europas verlieren Kinder nach einer Trennung so häufig den Kontakt zu einem Elternteil wie in Deutschland – häufig unter Mitwirkung von Familiengerichten und ohne, dass dieser Elternteil sich etwas hat zuschulden...[mehr]

Donnerstag, 31. Oktober 2019 VAfK-Pressemitteilung

Es fehlt der Mut zu echten Reformen im Familienrecht

Reformvorschläge zum Sorge- und Umgangsrecht aus der Experten-gruppe des Justizministeriums greifen deutlich zu kurz. Statt einer Reform wäre es bestenfalls ein Reförmchen.[mehr]

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Beteiligung

Gerichtsverfahren sind belastend - dies gilt umso mehr, wenn es hierbei um Kinder geht. Der Gesetzgeber hat, nach mehrfacher Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, mit dem Vorrang- und...[mehr]

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Veranstaltungen

Mittwoch, 18. März 2020 Marcus Gnau

Vatertags-Kanutour 2020 auf der Werra 20.-24.5.2020

Es ist wieder so weit, und zwar in diesem Jahr zum 13. Mal: der Frankfurter Kreisverein des VAfK geht auf Vatertags-Kanutour. Mit seinen Kanutouren wendet sich der Frankfurter Väteraufbruch für Kinder e. V. seit Jahren an Kinder,...[mehr]

Der Kölner «Tatort» ist für seine Sozialkritik bekannt. Die aktuelle Folge stellt Familienschicksale in den Mittelpunkt. Es geht um zerstrittene Eltern - und die Folgen für die Kinder.[mehr]

bundesweite Demo in Berlin

Von 2001 bis 2012 organisierte der Bundesverein Demos in Berlin. Auf dem Bild machen die Demonstranten einen Zwischenstopp auf der Treppe am Gendarmenmarkt und warten auf die Abschlusskundgebung.

Nachrichten

Freitag, 27. März 2020 Bundesministerium für Justiz u. Verbraucherschutz

Was die Coronakrise für Trennungsfamilien und den Umgang mit ihren Kindern bedeutet

Aufgrund der Coronakrise wird das öffentliche Leben stark eingeschränkt und es gilt die dringende Empfehlung, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden. Für Kinder fühlt sich die Zeit bereits jetzt wie eine Ewigkeit an. Daher...[mehr]

Aufgrund des Coronavirus herrscht in Deutschland ein Kontaktverbot. Doch einzelne Länder ziehen nicht mit. Wen Sie jetzt noch besuchen dürfen - und wen nicht.[mehr]

Jedes zweite Wochenende zu Papa, das ist eigentlich weiterhin erlaubt. Trotzdem leiden gerade bundesweit Kinder unter dem Verlust eines Elternteils.[mehr]

Donnerstag, 26. März 2020 Jugendamt Villingen Schwenningen

Jugendamt-Empfehlung zu Corona

Zur Klärung der Verunsicherung hat das Jugendamt für den Kreis Villingen-Schwenningen die offenen Fragen klargestellt[mehr]

Es wird empfohlen die Umgänge wie gewohnt durchzuführen, um die Kinder nicht noch weiter zu verunsichern. Durch den Wegfall von Kita und Schule als wichtige entwicklungsfördernde Sozialstrukturen sind die Kinder sehr verunsichert...[mehr]

Vatertags-Kanu-Tour 2018 des Kreisvereins Frankfurt/M.
Plenum beim Elternkongress 2018 in Karlsruhe
Infotisch zur Unterschriften-
sammlung Doppelresidenz

Aus dem Verein

Dienstag, 29. Januar 2019 Rüdiger Meyer-Spelbrink

Neujahrsempfang VAfK-Frankfurt

Gutbesuchter Neujahrsempfang mit vielen geladenen Gästen, u.a. vom VAMV und dem Sprecher der LAG Väter in Hessen, Ulrich Kuther.[mehr]

Samstag, 19. Januar 2019 Rüdiger Meyer-Spelbrink

Klausur der AG Beratungsarbeit

Zum 2. mal traf sich die bundesweite Arbeitsgruppe Beratungsarbeit in Wiesbaden. Dort wurde ein Entwurf für ein Konzept einer aufeinander abgestimmten Beratungsarbeit, Schulung der Berater und Qualitätsmanagement im VAfK...

Donnerstag, 10. Januar 2019 Uchenna Bilson

Neugründung eines weiteren Kreisvereins in Landshut

Um die Unterstützung von vätern und getrennten Eltern auch in Niederbayern auszuweiten, wurde am 10. Januar 2019 der Kreisverein Landshut gegründet. Hier finden vorerst einmal im Monat Selbsthilfe- und Beratungsabende statt, die...[mehr]

Inhaltliche Positionen des Väteraufbruch für Kinder e.V.

offizielle Beschlüsse der Bundesmitgliederversammlung zur inhaltlichen Ausrichtung der Vereinsarbeit

Ziel des Väteraufbruchs für Kinder e.V. ist es, das Aufwachsen von Kindern in ihren Familien durch ein verstärktes Engagement ihrer Väter und durch kooperative Elternschaft, insbesondere nach Trennung und Scheidung, nachhaltig zu verbessern.

Der VAfK versteht sich als Verein für Kinderrechte, als Familien- und Elternverband und als Organisation, die eine fürsorgende und liebevolle Beziehung beider Eltern zu ihren Kindern stärkt sowie für die Gleichstellung von Müttern und Vätern eintritt.

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Elternverantwortung hat Vorrang!

Mit der Entwicklung neuer Grundsätze hat der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) das neuste Urteil des EGMR aufgegriffen. Stärker als bisher sollen Gesellschaft und Politik die Bindungen zwischen Kindern und ihren Eltern als Grundlagen des sozialen Zusammenhalts der Familien herstellen, fördern und schützen.

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In Deutschland ist inzwischen jedes dritte Kind von der Trennung seiner Eltern betroffen. Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander – als Vater und Mutter bleiben sie zusammen in der Verantwortung. Nach Trennung und Scheidung wird jedoch häufig wieder auf ein tradiertes Betreuungsmodell zurückgegriffen: Die Mutter kümmert sich um die Betreuung der Kinder, der Vater um die materielle Versorgung.

Kinder brauchen beide Eltern für eine förderliche Entwicklung. Das Betreuungsmodell der Paritätischen Doppelresidenz ermöglicht paritätische Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung und gewährleistet somit die Aufrechterhaltung und Förderung der Beziehung des Kindes zu seinen beiden Elternteilen. Dies entspricht den Vorgaben des Grundgesetzes und der UN-Kinderrechtskonvention.

Während das „Residenzmodell“ einen „Lebensmittelpunkt“ des Kindes bei einem „Hauptaufenthalts-Elternteil“ und „Umgangszeiten“ beim anderen, getrennt lebenden „Besuchs-Elternteil“ festlegt, bedeutet die Paritätische Doppelresidenz die gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden bzw. geschiedenen Eltern.

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Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGMR) vom 3.12.2009 im Fall Zaunegger müssen auch in Deutschland Väter, die mit der Mutter ihres gemeinsamen Kindes nicht verheiratet sind, einen Zugang zur gemeinsamen elterlichen Sorge erhalten, der unabhängig von der mütterlichen Zustimmung ist. Der Väteraufbruch für Kinder e.V. empfiehlt als Lösung die gemeinsame Sorge ab Vaterschaftsanerkennung, möglichst ab Geburt als Regelfall auch für alle nicht miteinander verheiratete Eltern. In einigen wenigen Ausnahmefällen, die gesetzlich genau zu bestimmen sind, mag diese Regel ausgesetzt sein. Notwendiger Teil dieser Lösung ist, dass die Vaterschaftsanerkennung ohne die Zustimmung der Mutter oder Dritter wirksam werden soll, aber begleitet werden muss von einer eidesstattlichen Erklärung des Anerkennenden, der Mutter in der Empfängniszeit beigewohnt zu haben. Darüber hinaus hat der Anerkennende vorab in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung nach BGB § 1598a einzuwilligen. Eine genetische Abstammungsuntersuchung kann unterbleiben, wenn die Mutter die Erklärung des Vaters bestätigt.

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Allen Kindern beide Eltern von Anfang an – Gesellschaftliche Gleichstellung von Vater und Mutter ab Vaterschaftsanerkennung

Kinder nicht verheirateter Eltern, die keine Sorgeerklärung vor der Geburt ihres Kindes abgegeben haben sind rechtlich erheblich dadurch benachteiligt, dass sie nur einen sorgeberechtigten Elternteil haben. Es ist im Interesse der Kinder, dass beide Eltern ab der Geburt das gemeinsame Sorgerecht haben. Unser Grundgesetz sieht nicht vor, dass Eltern in Abhängigkeit vom Personenstand (weil verheiratet) in eine betreuende, sorgeberechtigte Mutter und umgangsberechtigten Vater geteilt werden. Vielmehr ist es die Pflicht beider Eltern ihr Kind zu versorgen, zu betreuen und zu erziehen.

Unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes muss sich die Familie neu „organisieren“. Sind die Väter noch bei der Geburt dabei, so bleibt die Mutter oft wenige Tage nach der Entbindung mit dem Kind alleine zu Hause während der Vater arbeitet. Sinnvoll wäre hier eine mehrwöchige gemeinsame Familienfindungsphase in der auch der Vater gesetzlich von der Arbeit freigestellt wird (Elternschutzgesetz).

Die gemeinsame elterliche Sorge soll begründet werden, wenn „die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht“ (§1626a BGB). Zur Auflösung der gemeinsamen Sorge gem. §1671 (2) BGB ist es dann aber ausreichend, wenn eine Einzelsorge dem Kindeswohl „am besten entspricht“. Dies führt regelmäßig dazu, dass Eltern in einen Wettbewerb getrieben werden, wer „der beste“ Elternteil für ein Kind ist. Dies fördert Streit, – Streit der vor allem die Kinder belastet und in der Folge einen Elternteil zumeist unnötig der elterlichen Sorge enthebt. Ausschließlich Kindeswohlgefährdung soll die Aberkennung der gemeinsamen elterlichen Sorge rechtfertigen.

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Kinder benötigen neben elterlicher Zuwendung und Unterstützung auch finanzielle Mittel, um ihr Leben und ihre Entwicklung gestalten zu können. In intakten Familien werden diese Mittel gemeinsam von beiden Eltern aus dem gemeinsamen Haushaltseinkommen aufgebracht.

Nach einer Trennung der Eltern stellt sich die Frage, wie der Kindesunterhalt zukünftig geregelt werden soll. Der übliche Weg ist bisher, dass ein elterlicher Haushalt (in der Regel der Mutter) „Betreuungsleistungen“ aufbringt, während in der Regel der väterliche Haushalt für die Finanzierung der Kinder sorgt. Dies ist dem historischen Rollenverständnis geschuldet, dass die Kinderbetreuung Aufgabe der Frau, die finanzielle Versorgung Aufgabe des Mannes sei. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat diese Rollenverteilung vollkommen zu Recht als „ein völlig überholtes Familienmodell“ bezeichnet (Tagesspiegel vom 07.01.2015).

Dies ist jedoch weder gesellschaftlich gewollt, noch der Entwicklung der Kinder förderlich. Die gemeinsame Verantwortung beider Eltern, wie sie bereits in Art. 3 GG festgeschrieben ist, besteht auch nach einer Trennung der Eltern fort und sollte entsprechend ermöglicht und gefördert werden.

Moderne Eltern haben diese „klassische“ Rollenverteilung schon lange aufgebrochen und kümmern sich partnerschaftlich um Familien- und Erwerbsarbeit. Nach einer Trennung auf der Paarebene wollen Väter nicht in die Rolle des Allein-Ernährers gedrängt werden, sondern weiterhin die bisher praktizierte gemeinsame Betreuungs- und Erziehungsverantwortung für ihre Kinder, „auf Augenhöhe“ mit der Mutter, wahrnehmen. In der modernen Nachtrennungsfamilie sollte es keine „Allein-Erziehenden“ mehr geben.

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