Am 13.2.2019 wird der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages verschiedene Experten-Stellungnahmen zum FDP-Antrag Wechselmodell anhören. Hier deren offiziellen Stellungnahmen sowie die Stellungnahme des Aktionsbündnisses...[mehr]

Alle die bisher noch nicht physisch unterschrieben haben bitte JETZT online direkt auf der Seite des Petitionsausschusses mitzeichnen. 13.000 Unterschriften liegen bereits physisch vor, sind hier aber noch nicht aufgeführt. Am...[mehr]

Gerichtsverfahren sind belastend - dies gilt umso mehr, wenn es hierbei um Kinder geht. Der Gesetzgeber hat, nach mehrfacher Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, mit dem Vorrang- und...[mehr]

Leitartikel

Mittwoch, 14. November 2018

30 Jahre: Der Väteraufbruch für Kinder hat einen runden Geburtstag

Am 5. November 1988 trafen sich 19 Väter in Köln-Kalk im Naturfreundehaus. Sie kannten sich bereits und hatten sich schon einige Male getroffen. Sie hatten sich in einem Vorverein organisiert, Beiträge in eine gemeinsame Kasse...[mehr]


neue Pressemitteilungen

Montag, 11. Februar 2019

Väter sind und bleiben Teil der Familie

Das Wechselmodell (Doppelresidenz) wird in Deutschland als Väterthema gesehen. Bei der Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages werden Väter aber nicht einbezogen. Sind Väter in der Familie für die Politik noch immer...[mehr]

Donnerstag, 07. Februar 2019 Dipl.-Päd. Ulrich Severin

Nach EU-Einigung: Mehr Väterzeit nach der Geburt jetzt auch in Deutschland umsetzen!

Das Europäische Parlament und der Rat haben eine vorläufige Einigung über den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige erzielt....[mehr]

Veranstaltungen

Vorankündigung zur Fachveranstaltung "Gleichwertige und Gemeinsame Elterliche Verantwortung - Resolution des Europarats Nr. 2079 vom 02.10.2015" am 23./24.5.2019 in der Tschech. Botschaft, Berlin[mehr]

Mittwoch, 19. Juni 2019 Rüdiger Meyer-Spelbrink

Väteraufbruch dem Kirchentag 2019 in Dortmund

Wie in den Vorjahren wird der Väteraufbruch auch auf diesem Kirchentag in Dortmund mit einem Stand vertreten sein.[mehr]

Jahresbeginn 2019 wird hier die erste Programmplanung veröffentlicht[mehr]

bundesweite Demo in Berlin

Von 2001 bis 2012 organisierte der Bundesverein Demos in Berlin. Auf dem Bild machen die Demonstranten einen Zwischenstopp auf der Treppe am Gendarmenmarkt und warten auf die Abschlusskundgebung.

Nachrichten

Mittwoch, 13. Februar 2019 ZDF-Morgenmagazin

Modernes Verständnis von Familie

"Wir wollen einen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik", so Daniel Föst (FDP), Mitglied des Familienausschusses. Ein Wechselmodell als Leitbild wäre für das Kind nach einer Trennung sehr gut.[mehr]

Eine Trennung ist oft ein Drama, auch für die Kinder. Die meisten leben danach bei der Mutter und sehen den Vater eher selten. Doch es geht anders. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelgeschichte.[mehr]

Dienstag, 05. Februar 2019 Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen

Drei Männerschutzwohnungen - Sachsen ist Vorreiter beim Männerschutz in Deutschland

Männer gelten in unserer Gesellschaft immer noch als das „starke“ Geschlecht. Doch auch Männer sind von häuslicher Gewalt betroffen und werden Opfer von verbalen oder körperlichen Attacken. Das Lagebild Häuslicher Gewalt des...[mehr]

Freitag, 01. Februar 2019 Mampa-Verlag

Mütter und Väter fordern zeitgemäßes Familienrecht

Die Online-Mitzeichnung zur Bundestagspetition ist gestartet. Bereits zum Start die erfolgreichste Petition des Jahres mit über 13.000 Unterstützer*innen. Politik muss jahrzehntelange Versäumnisse endlich beseitigen.[mehr]

Der „Pakt für den Rechtsstaat“ soll Familiengerichte stärken. Schuld an deren Misere sind aber vor allem veraltete Gesetze[mehr]

Vatertags-Kanu-Tour 2018 des Kreisvereins Frankfurt/M.
Plenum beim Elternkongress 2018 in Karlsruhe
Infotisch zur Unterschriften-
sammlung Doppelresidenz

Aus dem Verein

Dienstag, 29. Januar 2019 Rüdiger Meyer-Spelbrink

Neujahrsempfang VAfK-Frankfurt

Gutbesuchter Neujahrsempfang mit vielen geladenen Gästen, u.a. vom VAMV und dem Sprecher der LAG Väter in Hessen, Ulrich Kuther.[mehr]

Samstag, 19. Januar 2019 Rüdiger Meyer-Spelbrink

Klausur der AG Beratungsarbeit

Zum 2. mal traf sich die bundesweite Arbeitsgruppe Beratungsarbeit in Wiesbaden. Dort wurde ein Entwurf für ein Konzept einer aufeinander abgestimmten Beratungsarbeit, Schulung der Berater und Qualitätsmanagement im VAfK...

Donnerstag, 10. Januar 2019 Uchenna Bilson

Neugründung eines weiteren Kreisvereins in Landshut

Um die Unterstützung von vätern und getrennten Eltern auch in Niederbayern auszuweiten, wurde am 10. Januar 2019 der Kreisverein Landshut gegründet. Hier finden vorerst einmal im Monat Selbsthilfe- und Beratungsabende statt, die...[mehr]

Inhaltliche Positionen des Väteraufbruch für Kinder e.V.

offizielle Beschlüsse der Bundesmitgliederversammlung zur inhaltlichen Ausrichtung der Vereinsarbeit

Ziel des Väteraufbruchs für Kinder e.V. ist es, das Aufwachsen von Kindern in ihren Familien durch ein verstärktes Engagement ihrer Väter und durch kooperative Elternschaft, insbesondere nach Trennung und Scheidung, nachhaltig zu verbessern.

Der VAfK versteht sich als Verein für Kinderrechte, als Familien- und Elternverband und als Organisation, die eine fürsorgende und liebevolle Beziehung beider Eltern zu ihren Kindern stärkt sowie für die Gleichstellung von Müttern und Vätern eintritt.

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Elternverantwortung hat Vorrang!

Mit der Entwicklung neuer Grundsätze hat der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) das neuste Urteil des EGMR aufgegriffen. Stärker als bisher sollen Gesellschaft und Politik die Bindungen zwischen Kindern und ihren Eltern als Grundlagen des sozialen Zusammenhalts der Familien herstellen, fördern und schützen.

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In Deutschland ist inzwischen jedes dritte Kind von der Trennung seiner Eltern betroffen. Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander – als Vater und Mutter bleiben sie zusammen in der Verantwortung. Nach Trennung und Scheidung wird jedoch häufig wieder auf ein tradiertes Betreuungsmodell zurückgegriffen: Die Mutter kümmert sich um die Betreuung der Kinder, der Vater um die materielle Versorgung.

Kinder brauchen beide Eltern für eine förderliche Entwicklung. Das Betreuungsmodell der Paritätischen Doppelresidenz ermöglicht paritätische Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung und gewährleistet somit die Aufrechterhaltung und Förderung der Beziehung des Kindes zu seinen beiden Elternteilen. Dies entspricht den Vorgaben des Grundgesetzes und der UN-Kinderrechtskonvention.

Während das „Residenzmodell“ einen „Lebensmittelpunkt“ des Kindes bei einem „Hauptaufenthalts-Elternteil“ und „Umgangszeiten“ beim anderen, getrennt lebenden „Besuchs-Elternteil“ festlegt, bedeutet die Paritätische Doppelresidenz die gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden bzw. geschiedenen Eltern.

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Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGMR) vom 3.12.2009 im Fall Zaunegger müssen auch in Deutschland Väter, die mit der Mutter ihres gemeinsamen Kindes nicht verheiratet sind, einen Zugang zur gemeinsamen elterlichen Sorge erhalten, der unabhängig von der mütterlichen Zustimmung ist. Der Väteraufbruch für Kinder e.V. empfiehlt als Lösung die gemeinsame Sorge ab Vaterschaftsanerkennung, möglichst ab Geburt als Regelfall auch für alle nicht miteinander verheiratete Eltern. In einigen wenigen Ausnahmefällen, die gesetzlich genau zu bestimmen sind, mag diese Regel ausgesetzt sein. Notwendiger Teil dieser Lösung ist, dass die Vaterschaftsanerkennung ohne die Zustimmung der Mutter oder Dritter wirksam werden soll, aber begleitet werden muss von einer eidesstattlichen Erklärung des Anerkennenden, der Mutter in der Empfängniszeit beigewohnt zu haben. Darüber hinaus hat der Anerkennende vorab in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung nach BGB § 1598a einzuwilligen. Eine genetische Abstammungsuntersuchung kann unterbleiben, wenn die Mutter die Erklärung des Vaters bestätigt.

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Allen Kindern beide Eltern von Anfang an – Gesellschaftliche Gleichstellung von Vater und Mutter ab Vaterschaftsanerkennung

Kinder nicht verheirateter Eltern, die keine Sorgeerklärung vor der Geburt ihres Kindes abgegeben haben sind rechtlich erheblich dadurch benachteiligt, dass sie nur einen sorgeberechtigten Elternteil haben. Es ist im Interesse der Kinder, dass beide Eltern ab der Geburt das gemeinsame Sorgerecht haben. Unser Grundgesetz sieht nicht vor, dass Eltern in Abhängigkeit vom Personenstand (weil verheiratet) in eine betreuende, sorgeberechtigte Mutter und umgangsberechtigten Vater geteilt werden. Vielmehr ist es die Pflicht beider Eltern ihr Kind zu versorgen, zu betreuen und zu erziehen.

Unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes muss sich die Familie neu „organisieren“. Sind die Väter noch bei der Geburt dabei, so bleibt die Mutter oft wenige Tage nach der Entbindung mit dem Kind alleine zu Hause während der Vater arbeitet. Sinnvoll wäre hier eine mehrwöchige gemeinsame Familienfindungsphase in der auch der Vater gesetzlich von der Arbeit freigestellt wird (Elternschutzgesetz).

Die gemeinsame elterliche Sorge soll begründet werden, wenn „die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht“ (§1626a BGB). Zur Auflösung der gemeinsamen Sorge gem. §1671 (2) BGB ist es dann aber ausreichend, wenn eine Einzelsorge dem Kindeswohl „am besten entspricht“. Dies führt regelmäßig dazu, dass Eltern in einen Wettbewerb getrieben werden, wer „der beste“ Elternteil für ein Kind ist. Dies fördert Streit, – Streit der vor allem die Kinder belastet und in der Folge einen Elternteil zumeist unnötig der elterlichen Sorge enthebt. Ausschließlich Kindeswohlgefährdung soll die Aberkennung der gemeinsamen elterlichen Sorge rechtfertigen.

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Kinder benötigen neben elterlicher Zuwendung und Unterstützung auch finanzielle Mittel, um ihr Leben und ihre Entwicklung gestalten zu können. In intakten Familien werden diese Mittel gemeinsam von beiden Eltern aus dem gemeinsamen Haushaltseinkommen aufgebracht.

Nach einer Trennung der Eltern stellt sich die Frage, wie der Kindesunterhalt zukünftig geregelt werden soll. Der übliche Weg ist bisher, dass ein elterlicher Haushalt (in der Regel der Mutter) „Betreuungsleistungen“ aufbringt, während in der Regel der väterliche Haushalt für die Finanzierung der Kinder sorgt. Dies ist dem historischen Rollenverständnis geschuldet, dass die Kinderbetreuung Aufgabe der Frau, die finanzielle Versorgung Aufgabe des Mannes sei. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat diese Rollenverteilung vollkommen zu Recht als „ein völlig überholtes Familienmodell“ bezeichnet (Tagesspiegel vom 07.01.2015).

Dies ist jedoch weder gesellschaftlich gewollt, noch der Entwicklung der Kinder förderlich. Die gemeinsame Verantwortung beider Eltern, wie sie bereits in Art. 3 GG festgeschrieben ist, besteht auch nach einer Trennung der Eltern fort und sollte entsprechend ermöglicht und gefördert werden.

Moderne Eltern haben diese „klassische“ Rollenverteilung schon lange aufgebrochen und kümmern sich partnerschaftlich um Familien- und Erwerbsarbeit. Nach einer Trennung auf der Paarebene wollen Väter nicht in die Rolle des Allein-Ernährers gedrängt werden, sondern weiterhin die bisher praktizierte gemeinsame Betreuungs- und Erziehungsverantwortung für ihre Kinder, „auf Augenhöhe“ mit der Mutter, wahrnehmen. In der modernen Nachtrennungsfamilie sollte es keine „Allein-Erziehenden“ mehr geben.

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